Unsere Geschichte

Die Geschichte des Kirchenwirts

1689 erwarb der stei­rische Adelige Frank Caspar Conduzzi von Heldenfeld eine Liegen­schaft auf dem Pur­berg, einer Er­he­bung weit außerhalb der noch von einer Stadt­mauer um­ge­be­nen Resi­denz­stadt Graz. Der Purberg – von „Burg­berg“ – liegt auf einer See­höhe von 469 Meter im Nord­osten der Stadt. Conduzzi er­richte­te ein klei­nes Schloss – das Pur­berg­schlössl – mit einer Haus­kapelle. In der Ka­pel­le befand sich eine Marien­statue, die ur­sprüng­lich aus dem Stift Rein stamm­te und rasch zum Ziel von Marien­wall­fahr­ten wurde. An man­chen Sonn- und Feier­tagen fan­den bis zu 2000 Wall­fahrer aus Ungarn, Kroatien und der Steier­mark den Weg auf den Purberg.

Das Purbergschlössl

Franz Caspar Conduzzi von Heldenfeld erwarb 1689 den Gesamtbesitz des Purbergschlösschens, das unter anderem über eine, der Heiligen Anna geweihte, Kapelle verfügte. Das Volk begann in diesen Jahren in immer größerer Zahl zu der neuen Gnadenstätte zu pilgern. Im Jahre 1694 zählte man an manchen Sonn – und Feiertagen an die 2000 Wallfahrer. Sie kamen nicht nur aus der Steiermark, viele waren aus Kroatien und Ungarn. Es waren jedoch nicht nur Wallfahrer, mit Sicherheit gab es auch eine Menge von Schaulustigen, zumal immer wieder Gerüchte aufkamen, am Purberg hätten sich verschiedenste Wunder zugetragen. Franz Caspar Conduzzi sah es um das Jahr 1695 als geboten an, für die immer größer werdende Zahl der Besucher eine Herberge zu errichten. Er legte somit den Grundstein für die Errichtung des heutigen Kirchenwirts. In der Folge wurde der Betrieb an Pächter abgegeben, die nicht immer zum Wohle ihrer Gäste tätig waren. So wurde 1698 der Wirt Lorenz Pizenhofer überführt, überteuerten und verwässerten Wein zu verkaufen.

Die Basilika

1713 ging der Besitz des Gasthofes an die Frau des Gründers, Maria Anna Conduzzi über. 1718 wechselte der Besitz auf Peter Assanger. 1720 gehörte er Maria Theresia von Schrott. Am 1. 4. 1744 erwarb das Paulinerkloster den Gasthof für die Summe von 13.080 Gulden und führte ihn bis zum Jahre 1750 in Eigenregie weiter.
Aus einer Inventarliste, die aus dieser Zeit stammt, erfahren wir etwas über die Größe des Betriebes. Es zeigt sich, dass vor fast 250 Jahren schon mehrere Räume für die Beherbergung sowie Bewirtung der Wallfahrer vorhanden waren. Neben einigen Schlafräumen gab es außerdem zwei Gasträume sowie ein Tafel- und ein Herrschaftszimmer. Rund 50 Personen konnten damals beherbergt werden.
Ab diesem Jahre gab es eine ganze Reihe von Pächtern, wie zum Beispiel im Jahre 1772 einen Georg Rosswald, dem es laut Pachtvertrag „jederzeit verboten war, Musik zu halten oder, unter was für einem Vorwande immer, schlechte und verdächtige Personen beiderlei Geschlechtes zu beherbergen“.
Im Jahre 1787 kaufte Josef Schuster den Gasthof um den Betrag von 585 Gulden. Seine Witwe verkaufte 1799 wiederum an Josef Klarer. Zwischen 1750 und 1919 hatte der Kirchenwirt nachweislich 32 Besitzer oder Pächter.
Mitte des 19. Jahrhunderts war der Gasthof bereits eine Institution und entwickelte sich unter dem Namen „Joselwirt“ zu einem beliebten Ausflugsziel der Grazer Bevölkerung. Zu einem schweren Einbruch kam es am 29. Juli 1863, als ein Feuer den Gasthof bis auf seine Grundmauern niederbrennen ließ. Die Basilika blieb von diesem Brand vollständig verschont. Die wieder errichtete Gaststätte wurde 1919 vom Ehepaar Josef und Margarete Pfeifer erworben, die den Betrieb – als logische Konsequenz des Standortes – „Kirchenwirt“ nannten. Knapp nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Gasthof umgebaut und erweitert und die Herberge zu einem Hotel. 1969 – 50 Jahre nach dem Erwerb – übernahm Josef Pfeifer II die Führung des Unternehmens. In den 1980er-Jahren erfolgte die nächste große Renovierung, eine weitere folgte in den späten 1990er-Jahren, bereits unter Josef Pfeifer III, der seit 1990 in dritter Generation der „Kirchenwirt“ ist.

Der Kirchenwirt

1713 ging der Besitz des Gasthofes an die Frau des Gründers, Maria Anna Conduzzi über. 1718 wechselte der Besitz auf Peter Assanger. 1720 gehörte er Maria Theresia von Schrott. Am 1. 4. 1744 erwarb das Paulinerkloster den Gasthof für die Summe von 13.080 Gulden und führte ihn bis zum Jahre 1750 in Eigenregie weiter. Aus einer Inventarliste, die aus dieser Zeit stammt, erfahren wir etwas über die Größe des Betriebes. Es zeigt sich, dass vor fast 250 Jahren, schon mehrere Räume für die Beherbergung sowie Bewirtung der Wallfahrer vorhanden waren. Neben einigen Schlafräumen gab es außerdem zwei Gasträume sowie ein Tafel- und ein Herrschaftszimmer. Rund 50 Personen konnten damals beherbergt werden. Ab diesem Jahre gab es eine ganze Reihe von Pächtern, wie zum Beispiel im Jahre 1772 einen Georg Rosswald, dem es laut Pachtvertrag „jederzeit verboten war, Musik zu halten oder, unter was für einem Vorwande immer, schlechte und verdächtige Personen beiderlei Geschlechtes zu beherbergen“. Im Jahre 1787 kaufte Josef Schuster den Gasthof um den Betrag von 585 Gulden. Seine Witwe verkaufte 1799 wiederum an Josef Klarer. Zwischen 1750 und 1919 hatte der Kirchenwirt nachweislich 32 Besitzer oder Pächter. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Gasthof bereits eine Institution und entwickelte sich unter dem Namen „Joselwirt„ zu einem beliebten Ausflugsziel der Grazer Bevölkerung. Zu einem schweren Einbruch kam es am 29. Juli 1863, als ein Feuer den Gasthof bis auf seine Grundmauern niederbrennen ließ. Die Basilika blieb von diesem Brand vollständig verschont. Die wieder errichtete Gaststätte wurde 1919 vom Ehepaar Josef und Margarete Pfeifer erworben, die den Betrieb – als logische Konsequenz des Standortes – „Kirchenwirt„ nannten. Knapp nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Gasthof umgebaut und erweitert und die Herberge zu einem Hotel. 1969 – 50 Jahre nach dem Erwerb – übernahm Josef Pfeifer II die Führung des Unternehmens. In den 1980er-Jahren erfolgte die nächste große Renovierung, eine weitere folgte in den späten 1990er-Jahren, bereits unter Josef Pfeifer III, der seit 1990 in dritter Generation der „Kirchenwirt“ ist.

Die Geschichte des Kirchenwirts

1689

Für damalige Zeiten weit außerhalb von Graz steht auf dem Purberg ein kleines Schlösschen mit einer Kapelle. Franz Caspar Conduzzi von Heldenfeld erwirbt diesen Besitz und beschließt, hier eine der Muttergottes geweihte Kapelle zu errichten. Die Zahl der Menschen, die zu diesem neuen Gnadenort pilgerten, zählte an manchen Sonn- und Feiertagen bald an die 2000 Wallfahrer aus der Steiermark, aus Ungarn und Kroatien.

1695

Franz Caspar Conduzzi entschließt sich, für die stetig wachsende Zahl an Besuchern eine Herberge zu errichten, die in der Folge verpachtet wurde. Nicht jeder Pächter konnte die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen – Lorenz Pizenhofer wurde beispielsweise 1698 überführt, überteuerten und verwässerten Wein zu verkaufen.

1708

Am 8. August erhielt der Orden der Pauliner den Purberg als Geschenk und suchte um die Bewilligung der Errichtung eines Klosters und einer Kirche an.

1714

Unter Kaiser Karl VI. wird der Grundstein zur Errichtung der prunkvollen Barockkirche „Maria Trost“ gelegt. Den Quellen zufolge kamen zu dieser Zeit bereits mehr als 100.000 Pilger jährlich.

1744

Nach mehrmaligem Besitzerwechsel erwirbt das Paulinerkloster den Gasthof für 13.018 Gulden und führt ihn bis 1750 selbst weiter. 50 Gäste kann der Gasthof zu dieser Zeit beherbergen, wenn auch nicht alle in Betten ihre Schlafstätte finden, denn auch „Schlafsessel“ werden angeboten.

1772

Dem Pächter Georg Rosswald war es laut Pachtvertrag „jederzeit verboten, Musik zu halten oder, unter was für einem Vorwande auch immer, schlechte und verdächtige Personen beiderlei Geschlechtes zu beherbergen“.

1863

Ein verheerender Brand vernichtet am 29. Juli das Anwesen, dass zu dieser Zeit als „Joselwirt“ bekannt war und sofort wiedererrichtet wurde. Die Wallfahrtskirche blieb von diesem Unglück unberührt.

1919

Josef und Margarethe Pfeifer erwerben die Gaststätte und nennen sie von nun an „Kirchenwirt“.

1946

Ein vier Jahre währender Aus- und Umbau beginnt.

1969

Josef Pfeifer II. übernimmt zum 50. Jahrestag des „Kirchenwirts“ den Betrieb. Weiterhin wird ständig modernisiert und an der Verbesserung des Standards von Restaurant und Hotel gearbeitet.

1990

Josef Pfeifer III. setzt die Tradition und das Bemühen um die Zufriedenheit der Gäste fort.